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Russlands Oppositionsführer Udalzow angeklagt

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Russlands Oppositionsführer Udalzow angeklagt

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Weil er angeblich blutige Massenunruhen in Russland geplant haben soll, ist Oppositionsführer Sergej Udalzow offiziell angeklagt worden. Bei einer Verurteilung drohen dem Chef der Linken Front bis zu zehn Jahre Haft in einem Straflager. Ein Assistent Udalzows hatte ihn zuvor schwer belastet. Leonid Razvozzhajev war allerdings zuvor in der Ukraine festgenommen und, laut eigener Aussage, in Moskau unter Folter zu seinem Geständnis gezwungen worden.

“Dieser Fall ist das Ergebnis von Folter. Es ist eine Schande und beschädigt Russlands Image. Wer erwartet, dass ich wie ein verängstigter Hund über die Grenze fliehe, der täuscht sich. Ich habe kein Verbrechen begangen.”

Udalzow, der am vergangenen Wochenende noch an der Online-Wahl der Opposition teilgenommen hatte, wurde zunächst nicht verhaftet. Wie ein Sprecher der Ermittlungsbehörde mitteilte, darf er seinen Wohnort Moskau aber nicht verlassen. Udalzow ist in der Vergangenheit schon häufiger mit der Staatsmacht aneinandergeraten. Zuletzt hatte er sich bei einer Demonstration für die Frauenband Pussy Riot stark gemacht, der in Moskau der Prozess gemacht worden war.