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Gewalt in Birma: Tausende Menschen auf der Flucht

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Gewalt in Birma: Tausende Menschen auf der Flucht

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In Myanmar, dem früheren Birma, sind nach tagelangen Übergriffen auf Angehörige der muslimischen Rohingya-Minderheit Zehntausende Menschen auf der Flucht.

Bei den gewaltsamen Ausschreitungen wurden nach Angaben der Behörden mehr als 60 Menschen getötet und Hunderte Häuser zerstört. Menschenrechtler fürchten, die Zahl der Opfer könne noch steigen.

Die Regierung sandte die Armee in das Krisengebiet und erklärte, die Lage habe sich beruhigt.

In Myanmar leben rund 800.000 Rohingyas, sie haben nicht die Staatsangehörigkeit und in den Augen vieler Buddhisten sind sie illegale Einwanderer aus Bangladesch.

Von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch veröffentlichte Satellitenbilder zeigen, wie ein ganzes muslimisches Viertel niedergebrannt wurde.

Tom Malinowski von Human Rights Watch erklärt die Hintergründe der Gewalt: “Manchmal machen Diktatoren eine ethnische oder religiöse Minderheit zum Sündenbock, um die Bevölkerung von den Vergehen der eigenen Regierung abzulenken. Die birmanische Regierung hat das jahrzehntelang gemacht.”

Human Rights Watch forderte die Regierung in Myanmar auf, die muslimische Rohingya-Minderheit vor “bösartigen Angriffen” zu schützen und allen Menschen in der Region zu helfen.