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Geisterstadt New York

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Geisterstadt New York

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New York, die Stadt, die niemals schläft, wirkt wie ausgestorben,- ganz wie im Dornröschenschlaf.

Die Menschen an der Ostküste der USA versuchen sich vor “Sandy” in Sicherheit zu bringen – bis auf wenige Ausnahmen wagt sich kaum noch jemand raus auf die Straßen.

Eine Joggerin an der Promenade meint:“Ich lasse es drauf ankommen. Man ist nirgends sicher, oder? Ich wollte nach Long Island, doch mein Bruder ist evakuiert worden.” Ein junger Mann philosophiert:“Das ganze Leben ist mit Risiko verbunden, richtig? Ich mach mir aber durchaus Sorgen.”

Zum ersten Mal seit 27 Jahren bleibt auch die Wall Street wegen eines Sturms komplett geschlossen.
Wegen des Hurrikans wurde zum Wochenbeginn der Handel ausgesetzt. Die Börsen bereiteten sich mit Sandsäcken auf mögliche Fluten vor. Das letzte Mal stand die amerikanische Finanzwelt nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 derart still.

Und wie damals ist auch die Nationalgarde wieder in der Stadt,- schafft Notstromaggregate heran, versucht die Infrastruktur aufrecht zu erhalten.
In einigen Bezirken New Jerseys ist bereits “Land unter”, auch wenn die Pegel bisher eher harmlose Stände erreicht haben.

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg riet zu innerer Einkehr: “Es ist gefährlich da draußen, Leute. Vielleicht ist das einfach ein guter Tag, sich vor den Fernseher zu setzen und ein Sandwich zu essen.”