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Türkei: Wasserwerfer und Tränengas am "Tag der Republik"

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Türkei: Wasserwerfer und Tränengas am "Tag der Republik"

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In der türkischen Hauptstadt Ankara ist es zu schweren Zusammenstößen zwischen Anhängern der Opposition und den Sicherheitskräften gekommen. Die Opposition hatte zum “Tag der Republik” zu einer Großkundgebung aufgerufen, um für Laizismus und gegen die islamistische Regierungspartei zu demonstrieren. Die Regierung hatte die Kundgebung aber verboten. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Mehr als hundert Busse mit Demonstranten aus dem ganzen Land wurden von der Staatsmacht daran gehindert, ins Zentrum von Ankara zu fahren.

Nach Angaben der Opposition versucht die Regierung, die Bedeutung des “Tags der Republik”, immer weiter zu schmälern. Ursprünglich war der Republiktag der wichtigste Feiertag in der Türkei. Er erinnert an die Ausrufung der Republik durch Mustafa Kemal Atatürk im Jahre 1923. Auch kritisiert die Opposition, dass die Kopftuch-tragende Gattin des Staatspräsidenten zum ersten Mal auf der Tribüne an der Militärparade teilnahm. Das Kopftuch sei ein klares Zeichen der islamistischen Unterwanderung des Staates.