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Neue Spekulationen um Kaczynskis Unglücksmaschine

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Neue Spekulationen um Kaczynskis Unglücksmaschine

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Neue Spekulationen im Fall um die vor zweieinhalb Jahren in Russland abgestürzte polnische Präsidentenmaschine: Grund ist ein Zeitungsbericht, wonach Spuren von Sprengstoff an der Maschine gefunden worden sein. Die polnische Militärstaatsanwaltschaft widersprach umgehend.

Der Zwillingsbruder des getöteten früheren Präsidenten glaubt weiter an ein Attentat. Jaroslaw Kaczynski, der die nationalkonservative Opposition führt, unterstrich: “Erst erklärt die Militärstaatsanwaltschaft, dass kein Sprengstoff gefunden wurde und sagt dann aber, dass noch Tests gemacht werden müssten, es gebe noch offene Fragen und Zweifel. Für uns sieht das nach einem Schwindel aus.”

Zugleich forderte er den Rücktritt der liberal-konservativen Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk. Der zeigte sich empört über die Anschuldigungen und erklärte: “Es ist unmöglich, dass der Oppositionschef einen falschen Pressebericht nutzt, um über Mord, und Attentat zu sprechen. Das zerstört das öffentliche Leben und den polnischen Staat.”

Die Maschine war in der Nähe der russischen Stadt Smolensk beim Landeanflug zerschellt. Alle 96 Insassen starben. Eine Untersuchung kam zu dem Schluss, die schlecht ausgebildete Besatzung sei für den Absturz verantwortlich.