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Schweizer Sparprogramm: UBS streicht 10.000 Stellen

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Schweizer Sparprogramm: UBS streicht 10.000 Stellen

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Die Schweizer Großbank UBS will mit einem radikalen Sparprogramm ihre Kosten senken. Der Umstrukturierungsplan, den UBS-Chef Sergio Ermotti gemeinsam mit dem Deutschen Axel Weber entwickelte, hat es in sich: Das Investmentgeschäft soll zunächst zur Hälfte abgespalten und in ein paar Jahren ganz ausgegliedert werden. Das kostet Arbeitsplätze: Rund 10.000 Stellen fallen bei UBS weltweit weg – und genau damit sind viele ganz und gar nicht zufrieden. “Es ist die Politik des Hauses”, meint ein Angestellter resigniert. “Jedes Mal, wenn es einen kleinen Verlust gibt, müssen die Mitarbeiter dafür zahlen.”

Seit Anfang 2008 ging die Zahl der UBS-Angestellten bereits um rund 20.000 zurück. Nun sollen vor allem in London, New York und der Schweiz Jobs wegfallen. Und Experten gehen davon aus, dass auch andere Banken über kurz oder lang Stellen streichen werden. “Alle großen Banken werden in den nächsten vier, fünf Jahren zehn bis 15 Prozent ihrer Belegschaft abbauen”, vermutet Analyst Ralph Silva. “Das ist schlimm für die Betroffenen, denn heute ist es schwierig, in dieser Branche Arbeit zu finden.”

Die UBS ist ein Verlierer der Finanzkrise: Sie häufte Verluste an, musste vom Staat gerettet werden und viermal ihr Kapital erhöhen. Zuletzt wurde ihr Image durch den Steuerstreit mit den USA beschädigt.