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Unterwegs in schwieriger Mission

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Unterwegs in schwieriger Mission

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US-Außenministerin Hillary Clinton und die
EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton haben eine
viertägige Reise durch die Balkanländer begonnen.

Sie starten in Bosnien-Herzegowina, wo sie die seit langem zerstrittenen Muslime, Serben und Kroaten zur Zusammenarbeit bewegen wollen. Serbien soll
zur Aufgabe zentraler Teile seiner jahrzehntelangen Kosovo-Politik bewegt werden. Die Erfolgsaussichten in beiden Fällen werden von
politischen Beobachtern aber als äußerst gering betrachtet.

Zuvor traf Clinton in Algerien mit Präsident Abdelaziz Bouteflika zusammen, um Lösungsstrategien für den blutigen Konflikt in Mali zu diskutieren.

Clinton sprach sich in diesem Zusammenhang für eine Militärintervention aus. Sie sagte, sie könne die Vorbehalte des algerischen Präsidenten gegen ein militärisches Eingreifen in Mali durchaus verstehen, doch müsse der Terrorgefahr, die von dem Land ausgeht, wie auch dem Drogenschmuggel in der Region entschlossen begegnet werden.

Der Staatschef Algeriens galt lange als einer der größten Gegner einer Intervention in dem von Islamisten besetzten Nordteil Malis.

Mittlerweile gilt es als wahrscheinlich, dass Bouteflika eine Militärintervention unter UN-Mandat zumindest stillschweigend dulden würde.

Westliche Länder haben bereits logistische Unterstützung und die Entsendung von Militärausbildern zugesagt.

Der Norden Malis ist nach einem Militärputsch im März in die Hand von Rebellen und radikalen Islamisten geraten. Das Land steht vor der
Spaltung – der Westen befürchtet die Entstehung einer neuen Terroristen-Hochburg.