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Diplomatisches Tauziehen auf dem Balkan

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Diplomatisches Tauziehen auf dem Balkan

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Auf ihrer Balkanreise haben EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton und US-Außenministerin Hillary Clinton zwischen den zerstrittenen Politikern zu vermitteln versucht.
Die Zeit sei reif für Kompromisse – mehr als eineinhalb Jahrzehnte nach den Bürgerkriegen.

In Belgrad forderte Ashton, “der Dialog mit dem Kosovo und die Normalisierung der Beziehungen sind wichtig. Das ist nicht gleichbedeutend mit einer völkerrechtlichen Anerkennung. Es gibt keine besseren oder realistischeren Alternativen. Die Dinge werden nicht leichter, wenn schwierige Diskussionen einfach aufgeschoben werden.”

Die einseitig erklärte Unabhängigkeit des Kosovos ist Serbien ein Dorn im Auge. 1999 hatte die NATO serbische Truppen aus dem Kosovo vertrieben.

“Wir werden die Unabhängigkeit des Kosovos nicht anerkennen, sind aber gesprächsbereit,” schränkte Serbiens Ministerpräsident Ivica Dacic ein. “Dieser Dialog sollte unserer Meinung nach an die Beitrittsgeschwindigkeit Serbiens in die EU geknüpft werden.”

Der Dialog zwischen Pristina und Belgrad begann im März 2011 unter europäischer Schirmherrschaft. Seitdem gibt es einige Abkommen, die nun nach Willen Washingtons und Brüssels in die Tat umgesetzt werden sollen.