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Zeit für Kompromisse auf dem Balkan

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Zeit für Kompromisse auf dem Balkan

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Mehr als eineinhalb Jahrzehnte nach den Bürgerkriegen auf dem Balkan sei es an der Zeit, Kompromisse einzugehen. Diese Botschaft vermittelten US-Außenministerin Hillary Clinton sowie EU-Chefaußenpolitikerin Catherine Ashton bei ihrem Besuch in Sarajevo, Belgrad und Pristina. Clinton betonte in der Kosovo-Hauptstadt Pristina, dass die USA voll und ganz die Souveränität und die territoriale Integrität des Kosovos unterstützen.
Serbien erkennt die Unabhängigleit des Kosovos nicht an. Der Ministerpräsident des Kosovos, Hashim Taci, sagte, die Normalisierung der Beziehungen liege im Interesse beider Seiten. Thaci sprach von großen Investitionen der EU und der USA für den Frieden, die Stabilität, die Zusammenarbeit in der Region sowie für die euro-atlantische Perspektive seines Landes. Thaci und sein serbischer Kollege Ivica Dacic wollen sich Mitte November zum Dialog in Brüssel treffen. Der Widerstand gegen eine Anerkennung der Autonomie des Kosovos ist in Serbien groß. Die Regierung in Belgrad gab sich trotzdem optimistisch: In den nächsten vier Jahren soll der Streit gelöst werden. Beide Seiten hoffen insbesondere auf die finanzielle Unterstützung durch die Europäische Union.