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Cameron gerät aus den eigenen Reihen unter Druck

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Cameron gerät aus den eigenen Reihen unter Druck

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Großbritannien ist wieder zum Wackelkandidaten in Sachen Europa geworden. EU-skeptische Hardliner in der Regierungsfraktion wollen, dass Premierminister David Cameron beim nächsten Gipfel Ende November eine Kürzung des EU-Haushalts durchsetzt.

53 Mitglieder der Tory-Fraktion votierten gemeinsam mit Abgeordneten der oppositionellen Labour-Partei dafür, keine Ausweitung der EU-Finanzplanung mitzutragen.

Labour-Chef Ed Miliband nannte Cameron einen zweiten John Major, schwach im Ausland, schwach zuhause.

Cameron sagte, die Mitgliedschaft in der EU bringe den Briten mehr Vorteile als Nachteile, so etwa den Zugang zum europäischen Binnenmarkt.

Vize-Premierminister Nick Clegg, der auch Chef der europafreundlicheren Liberaldemokraten ist, kritisierte das Votum der Hardliner als realitätsfremd. Ein britisches Veto gegen die EU-Finanzplanung könne nicht im Interesse des Landes sein.

Finanzminister George Osborne betonte, die Regierung werde nichts tun, was Großbritannien schade.

Bei den Konservativen macht sich immer mehr eine europakritische Haltung breit. Teile der Partei wollen ein Referendum über einen EU-Austritt.