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Das Auf und Ab in Romneys Wahlkampf

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Das Auf und Ab in Romneys Wahlkampf

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Mitt Romney war in diesem Wahlkampf für diverse Überraschungen gut. Er startete ausgesprochen schwach, weil er in seiner eigenen Partei wie das ungeliebte Kind behandelt wurde. Ein wenig lag es wohl auch an der Religion, die Mormonen sind nun mal in gewissem Sinne Außenseiter.

Der Ex-Gouverneur von Massachusetts holte sich dann mit Paul Ryan einen Vize, der eher zum Religionsverständnis der Ultrakonservativen im Republikanerlager wie auch zu deren Politikaussagen passte. In der Partei waren sie schon nervös geworden, erklärt der Politkanalyst Norm Ornstein vom “ American Enterprise Institute”.
Auf seiner ersten und einzigen Auslandsreise ließ Mitt Romney auch wirklich kein Fettnäpfchen aus.

In London machte er den Briten ihre schöne Olympiade madig, im Nahen Osten ging es auch so rihtig daneben, nicht nur die Palästinenser waren sauer, als er Jerusalem die “Hauptstadt Israels” nannte. In der Debatte mit Obama offenbarte der konservative Kandidat, der die Weltmacht regieren will, auch noch Schwächen in Geografie.
Syrien ist für Ihn “der Zugang des Iran zum Meer”.

Und dann verärgerte er auch noch jene mehr als 45 % der Amerikaner, die keine Steuern zahlen, indem er sie als “Opfer” schmähte, die keine Verantwortung fürs eigene Leben übernehmen wollten. Für diese Leute wolle er nicht regieren, mache er keinen Wahlkampf, sagte er bei einer Spendengala vor Superreichen. Einer schnitt heimlich mit dem Handy Romneys Rede mit – und der nächste Eklat war da.
Erst am 3. Oktober kam er in der Kandidatendebatte zu einer sachlichen Aussage:
Keine Steuersenkungen, die das Defizit würden steigen lassen. Die Lasten für die Mittelklasse wolle er erleichtern, die Steuerbürde der Reichen könne er nicht verkleinern.

Es ging auf und ab in seinem Wahlkampf.
Zum Schluß ließ der Hurrikan ihn nur für die Betroffenen beten, während der amtierende Präsident im Weißen Haus den “Macher” gab.