Eilmeldung

Eilmeldung

Nach Sandy: Trauer in den Trümmern

Sie lesen gerade:

Nach Sandy: Trauer in den Trümmern

Schriftgrösse Aa Aa

Langsam kommen mehr und mehr Verwüstungen des Wirbelsturms Sandy ans Tageslicht. Die Zahlen der Todesopfer steigen weiter: Mindestens 64 Menschen starben in den USA.

Die drei Kernkraftwerke in den Unwettergebieten, die vom Netz genommen wurden, bleiben weiter außer Betrieb. Die Hälfte der Tankstellen von New Jersey musste wegen Engpässen schließen.
Im ganzen Land sind noch immer sechs Millionen Menschen ohne Strom.

In New York fahren seit gestern wieder Busse auf den Straßen; die U-Bahn wird heute teilweise ihren Betrieb aufnehmen. Auch der dritte Flughafen soll in den nächsten Stunden öffnen.

Doch von Normalität kann noch keine Rede sein. Ein zweites Krankenhaus musste geräumt werden, nachdem der Notstrom-Generator nicht mehr funktionierte.

Ein Mann vom Ordnungsdienst meint, “es ist eine Katastrophe. Es wird lange dauern, bis wir uns von ihr erholt haben. Mindestens zwei oder zweieinhalb Wochen, bevor hier irgendwas passiert.”

Ob zweieinhalb Wochen reichen, um besonders betroffene Viertel aufzuräumen, ist mehr als fraglich. In Breezy Point in Queens stehen die Anwohner vor den Trümmern ihrer Existenz. Sandy ist nicht der erste Wirbelsturm, den diese amerikanische Rentnerin mit erlebte: “Wie hieß noch mal der letzte Hurrikan… Irene. Wir haben alles gepackt und sind gegangen. Diesmal haben wir nicht soviel mitgenommen, deshalb habe ich alles verloren. Aber ich habe die Bilder meines Enkels wiedergefunden. Er ist im letzten Jahr von uns gegangen, das hier ist nichts dagegen.”