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Separatismus in Europa

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Separatismus in Europa

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Schottland, Katalonien, Flandern: Das sind nur einige der europäischen Regionen mit Kräften, die mehr Autonomie verlangen, oder sogar die volle Unabhängigkeit. Die Finanzkrise hat die Probleme verschärft, denn einige dieser Regionen sind Nettozahler in ihrem jeweiligen Staatsverband.
Sie wollen ihre Steuergelder zurückhaben.

Derweil drängt der frühere belgische Ministerpräsident Guy Verhofstadt in einem mit Daniel Cohn-Bendit verfassten Buch auf einen EU-Föderalismus, der den Nationalstaat schwächen würde. Kritiker sagen, diese Entwicklung sei längst im Gange: Die EU habe in der Krise an Macht über nationale Haushalte und die Finanzbranche gewonnen, wodurch die nationale Souveränität geschwächt werde.

Ist es Zeit für ein Europa der Regionen unter dem starken Dach der EU? Wäre das die Antwort auf separatistische Bestrebungen? Oder wäre es der Weg ins Chaos, mit immer mehr Autonomie-Forderungen?

Verbunden mit dieser Ausgabe von the Network ist im Europäischen Parlament in Brüssel Christian Wenning, Generalsekretär der Union Europäischer Föderalisten, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde. Sie sieht in Einheit und Vielfalt die Mittel, um europäische Spaltungen zu überwinden.

In Teneriffa ist Marc Guerrero i Tarragó zugeschaltet. Er ist zuständig für internationale Beziehungen der nationalistischen Partei Demokratische Konvergenz Kataloniens. Er ist zudem Vizepräsident der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa, kurz ALDE.

Und in London ist Sony Kapoor angeschlossen, Chef des wirtschaftspolitischen Think-tanks Re-Define, der Identitätspolitik als Mittel sieht, die eigene nationale Regierung unter Druck zu setzen, in der völligen Unabhängigkeit jedoch den Weg in ein wirtschaftliches und politisches Desaster.