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Ukrainische Opposition beklagt Wahlfälschung

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Ukrainische Opposition beklagt Wahlfälschung

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Die ukrainische Opposition hat sich über
Manipulationen im Zusammenhang mit den jünsten Parlamentswahlen beschwert.

Bei der Auszählung der Stimmen sei es zu massiven Unregelmäßigkeiten gekommen, das Ergebnis der Wahl sei daher verfälscht worden. Die Regierung weist den Vorwurf zurück.

Mykola Azarow, Ministerpräsident: “Die Zahl gemeldeter Zwischenfälle rechtfertigt keinerlei Zweifel an der Richtigkeit des Ergebnisses.”

Da ist die Opposition jedoch ganz anderer Meinung:
das Wahlergebnis sei durch die Manipulation der Stimmenauszählung wesentlich zu ihrem Ungunsten beeinflusst worden. Sie dringt nun darauf, die auszählung in den beanstandeten Regionen zu wiederholen.

Oleksanr Turchynow, von der Vereinten Opposition:
“Man kann dies kaum als Wahlgang bezeichnen. Das war ein krimineller Akt! Die Regierung versucht die Willensbildung des Volkes zu beeinflussen, indem sie die Auszählung manipuliert.”

Unabhängige politische Beobachter gehen auch durchaus von Unregelmäßigkeiten aus, sehen das Endergebnis dadurch aber nicht in Frage gestellt.

So meint Kostyantyn Matviyenko, politischer Analyst: “Nun, es scheint, das es durchaus Manipulationen gegeben hat. So berichten es jedenfalls Quellen, die ich für glaubwürdig halte. Aber im Großen und Ganzen ist das wohl doch das richtige Ergebnis.”

Nun geht es also an die Regierungsbildung. Evgeniya Rudenko, Euronews Journalistin meint dazu: “Das Finden einer stabilen Regierungsmehrheit liegt nun also bei Parteien, die sich vorher größtmöglich voneinander distanziert hatten.”