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Der Traum eines Straßenkindes

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Der Traum eines Straßenkindes

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Im Alter von zwei Jahren wurde der philippine Kesz Valdez zum Straßenkind. Sein Überleben sicherte er sich mit Essensresten von den Müllkippen in Manila. Doch Kesz hatte Glück: Sozialarbeiter haben ihn von der Straße geholt und gaben ihm eine Zukunftsperspektive.

Heute ist Kesz dreizehn Jahre alt und hat den internationalen Kinder-Friedenspreis gewonnen. Er hat ein Projekt gegründet, das Straßenkindern das Nötigste zum Leben organisiert und über Hygiene, Gesundheit und Kinderrechte aufklärt. Kesz hat einen Traum: Er möchte später Arzt werden – und dann nach Manila zurückkehren um Straßenkinder medizinisch zu versorgen.

Vom Kindersoldat zum Hip-Hop Star

Emmanuel Jal kommt aus dem Südsudan. In den neunziger Jahren hat er im Bürgerkrieg als Kindersodat gekämpft, damals war er sieben Jahre alt. Eine britische Entwicklungshelferin hat ihn aus der Hölle geholt – und dafür selbst mit dem Leben bezahlt.

Doch diese Tat hat dem jungen Südsudanesen Kraft und Hoffnung gegeben. Heute ist er nicht nur ein berühmter Musiker, sondern arbeitet auch als Botschafter für Bildung in seinem Heimatland. Mit Hilfe seines Projektes “Gua Africa” baut er dort Schulen, um Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen. Er möchte dafür sorgen, dass sich sein eigenes Schicksal nicht wiederholt.

Helfen, um sich selbst zu helfen

Warum haben diese beiden jungen Männer auf diese beeindruckende Art und Weise ihr Schicksal gemeistert? Psychologin Maria Rita Parsi kennt sich mit traumatisierten Kindern aus:

“Manche Kinder verzweifeln, andere werden gewalttätig. Doch einige bewältigen ihr Trauma, indem sie anderen Menschen helfen.”

Durch ihr Engagement helfen sich Kesz und Emmanuel aber auch selbst. Es ermöglicht ihnen, ihre eigene, traumatische Vergangenheit zu bewältigen.

Weiterführende Webseiten:

http://www.kidsrights.org
http://www.emmanueljal.com
http://www.gua-africa.org