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Ernüchterung über Barack Obama in Afrika

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Ernüchterung über Barack Obama in Afrika

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Begeisterungsstürme einen Tag nach der Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten vor vier Jahren. Die Menschen in Kenia feiern ihn wie ein Idol. Doch das Obama-Fieber ist inzwischen merklich abgekühlt. Mancheiner ist enttäuscht über den “großen Bruder” mit den kenianischen Wurzeln. Zu wenig Beachtung geschenkt habe er den Menschen hier, beklagt dieser junge Bewohner des Dorfes Kogelo, dem Wohnort von Obamas Großmutter.

“Es ist enttäuschend, denn er stammt ja von hier. Er hätte wenigstens mal herkommen und den Menschen hier Hallo sagen können, um uns zeigen, dass er sich mit uns verbunden fühlt. Stattdessen behandelt er uns wie Fremde.”

Nur ein Mal hat Barack Obama Schwarzafrika während seiner Amtszeit besucht. Eine kurze Stippvisite in Ghana.

Wirtschaftanalytiker James Shikwati schreibt Obama dennoch einen positiven Einfluss zu:

“Er hat das Land indirekt beeinflusst, indem er uns wie der große Bruder ins Ohr zu flüstern schien: Tut besser das Richtige. Einen der wichtigsten Fortschritte, die Kenia meiner Ansicht nach als einziges Land in Schwarzafrika in der Form gemacht hat, besteht in der Modernisierung des Regierungssystems.”

Der ghanaische Rapper Black Rasta hat dem US-Präsidenten seinen Ruhm zu verdanken. Sein Song über Obama wurde vor vier Jahren zu einem Verkaufsschlager.
Er und viele seiner Landsleute sehen in Barack Obama noch immer ein Vorbild – und ein Symbol für Demokratie.