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Kein Strom, kein Sprit, kein Wasser: New York im Ausnahmezustand

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Kein Strom, kein Sprit, kein Wasser: New York im Ausnahmezustand

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Drei Tage, nachdem der Wirbelsturm Sandy über die Ostküste der USA hinwegzog, sitzen immer noch über vier Millionen Haushalte ohne Strom da -auch wenn die Versorgungsunternehmen für gut ebenso viele die Leitungen schon wieder reparierten. Die Zahl der Todesopfer stieg auf rund neunzig.

Der Gouverneur im besonders schlimm getroffenen Bundesstaat New Jersey versuchte, den Leidtragenden inmitten des Chaos etwas Beistand zu geben.

Neben Strom und Trinkwasser ist weiterhin auch die Benzinversorgung in vielen Gegenden zusammengebrochen, Autoschlangen wälzen sich zu den wenigen Tankstellen, an denen noch etwas zu haben ist. “Wir haben kein Licht, keinen Sprit, alles ist abgeschaltet in Jersey City. Also sind wir den langen Weg hierhergefahren, aber dabei ging uns der Sprit aus. Also mussten wir den Rest laufen, um Benzin zu bekommen”, erzählt eine Frau mit Benzinkanister.

In New York ist das Benzin ebenfalls an fast allen Tankstellen ausverkauft. Etliche Bezirke liegen nachts komplett im Dunkeln, sie werden laut Versorger noch bis zu zwei Wochen auf Strom warten müssen. Die Bewohner fürchten Plünderungen.

Bürgermeister Michael Bloomberg versprach: “Bis Sonntag wird es in der Innenstadt wieder Strom geben, und damit wird eine enorme Zahl von Polizeikräften freiwerden. Wir haben am Wochenende auch nicht so großen Transportbedarf wie werktags.”

Die New Yorker U-Bahn ist, wenn auch eingeschränkt, wieder in Betrieb gegangen.

Das Leid angesichts der Schäden hat eine Welle der Hilfsbereitschaft angestoßen. Viele Privatleute und Unternehmen spendeten, an diesem Freitag ist außerdem ein Benefizkonzert mit Stars wie Bruce Springsteen und Jon Bon Jovi geplant.