Eilmeldung

Eilmeldung

"Sandy" hinterlässt Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe

Sie lesen gerade:

"Sandy" hinterlässt Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe

Schriftgrösse Aa Aa

Noch ist der gesamte Schaden nicht absehbar. Zu diesem Schluss kommen mehrere Tage nach dem Wirbelsturm “Sandy” manche große US-Versicherer. Andere berichten von Schäden in Höhe von 20 bis 50 Milliarden Dollar. Mike und Tracey Rock haben ihr Haus in Pleasantville im US-Bundesstaat New Jersey bei dem Sturm verloren. Sie stehen nun vor dem Trümmern ihrer Existenz. “Wir sind alle in diesem Haus aufgewachsen”, sagt Mike Rock, “auch meine Couins. Meine Großmutter hat das Haus gebaut. Es gehörte unserer Familie 120 Jahre lang und hat bis zu diesem Sturm alle anderen überstanden.”

Noch immer leben Millionen Menschen ohne Strom, Licht, Heizung, Trinkwasser, funktionierende Telefone oder Toiletten. An der Ostküste sind offiziellen Angaben zufolge fast 3,5 Millionen Menschen ohne Grundversorgung, in New York haben 500.000 Menschen keinen Strom. Medienberichten zufolge haben 80 Prozent der Tankstellen kein Benzin mehr – oder keinen Strom, um es aus den Tanks zu pumpen. An den wenigen Tankstellen, die noch Treibstoff haben, bilden sich Schlangen von bis zu einem Kilometer Länge. Bislang arbeiten Raffinerien in der Region wegen der Sturmschäden noch nicht, Tanker können Häfen in New York oder New Jersey noch nicht anfahren.

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg ordnete an, dass jedes Auto, das in die Stadt fährt, mit mindestens drei Passagieren besetzt sein muss. Bei dem Sturm kamen allein in den USA fast 100 Menschen ums Leben, die Suche nach Vermissten geht weiter. Auch die Folgen für die Präsidentenwahl in der kommenden Woche sind unvorhersehbar.