Eilmeldung

Eilmeldung

Der Kampf um Ohio

Sie lesen gerade:

Der Kampf um Ohio

Schriftgrösse Aa Aa

Vier Tage vor der Wahl in den USA haben die beiden Präsidentschaftskandidaten die Swing States im Mittleren Westen bearbeitet. Beide traten in Ohio auf. Das Thema Wirtschaft stand ganz oben. Die am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für den Vormonat legte jeder auf seine Weise aus: Mitt Romney verwies auf die leicht gestiegene Arbeitslosigkeit von 7.9 Prozent, Barack Obama auf über 170.000 neue Jobs, die im Oktober geschaffen wurden.

Romney orakelte: “Das Schuldenlimit wird nochmals heraufgesetzt werden müssen, wieder droht die Pleite, und das bremst die Wirtschaft aus. Der Präsident hatte recht, als er sagte, er könne Washington nicht von innen heraus umkrempeln. Wir werden ihn beim Wort nehmen und ihm die Chance geben, bald aus Washington heraus zu sein.”

Obama, in Ohio bei gleich drei Wahlkampfveranstaltungen, schwärzte seinerseits den Gegner an: “Ich verstehe, dass Gouverneur Romney hier in Ohio einen schweren Stand hatte, denn er war gegen die Rettung der Autoindustrie. Und man kann sich nur schwer herausreden, wenn man auf Video festgehalten ist mit den Worten, lassen Sie Detroit pleite gehen. Dies ist kein Spiel, dies sind Arbeitsplätze, die bedroht sind, und das Leben der Menschen.”

Seine eigene Rettungsaktion für die Autoindustrie war in dem Bundesstaat mit hoher Autoproduktion und Zuliefererzahl gut angekommen. Doch nichts für ungut – die nächsten Tage wird Obama wieder in Ohio auftreten.