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US-Wahl: Wählen nach Hautfarbe

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US-Wahl: Wählen nach Hautfarbe

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Der Stadtteil Shaw in Washington: Die meisten Menschen, die hier leben, sind Afro-Amerikaner.
Während Obama bei den weißen Wählern und den Latinos gehörig die Werbetrommel rühren muss, um sich ihre Stimmen zu sichern, kann er sich in Vierteln wie diesen beruhigt zurücklehnen. Hier ist die Lage eindeutig: Der Name Mitt Romney spielt hier fast keine Rolle. Erhebungen zufolge wollen bis zu 98 Prozent der Afro-Amerikaner Obamas Wiederwahl.

“Ich finde er hat seinen Job sehr gut gemacht. Vor allem, wenn man die Bedingungen betrachtet, unter denen er ihn gemacht”, sagt eine junge Bewohnerin von Shaw.

Ein junger Mann bilanziert:

“Gebt ihm vier weitere Jahre. Er kann wirklich etwas bewegen. Bislang waren es kleine Schritte, aber sein Weg ist richtig.”

Der Unterstützung der Afro-Amerikaner kann sich Obama gewiss sein, obwohl er ihre Probleme in den den vergangenen vier Jahren nicht zu lösen vermochte. Im Gegenteil. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen, die Einkommen geschrumpft. Der Stolz darauf, dass mit Obama 2008 der erste Afro-Amerikaner ins Weiße Haus eingezogen ist, scheint das aber aufzuwiegen.