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USA: Schlusssprint im Wahlmarathon

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USA: Schlusssprint im Wahlmarathon

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Mit einem furiosen Sprint durch die wichtigsten Staaten versuchen Barack Obama und Mitt Romney, in letzter Minute Stimmen zu gewinnen. Obama tourte am Samstag durch vier Staaten, Romney durch drei. Obama hatte sich außerdem am Morgen noch in Washington zum Stand der Aufräumarbeiten an der Ostküste briefen lassen.

Change – der Wandel – war bei beiden ein Leitmotiv:

“ Wir müssen den Kurs ändern, sonst kommen wir vielleicht in eine weitere Rezession. Die Frage bei dieser Wahl ist doch: Wollen Sie weiter das Gleiche oder wollen Sie einen echten Wandel?” fragte Romney seine Anhänger.

Obamas Appel zum Thema Wandel: “Ich weiß, wie der Wandel aussieht, denn ich habe für ihn gekämpft, ich kann die Narben zeigen, um das zu beweisen. Und Ihr Leute hier, Ihr habt mir beigestanden, und am Ende sind wir gemeinsam durchgekommen. Wir können jetzt nicht aufgeben!”

Beide liegen weiter in den Umfragen Kopf an Kopf und kämpfen im Endspurt um die Swing States. In jenen liegt Obama laut Umfragen zumeist vorn. Schützenhilfe bekam der Präsident an diesem Wochenende von seinem Vorgänger Clinton und der Sängerin Katy Perry – in demokratisch blauem Latex.

In den USA wird der Präsident nicht direkt gewählt, sondern durch ein Wahlmännergremium. Jeder Staat verfügt in diesem Gremium über eine bestimmte Zahl an Stimmen, die jeweils dem Sieger in dem betreffenden Staat zugesprochen werden. Es wäre also möglich, dass Romney landesweit zwar die meisten Stimmen erhält, aber Obama siegt, weil er in den entscheidenden Staaten gewonnen hat. Die magische Zahl für den Gesamtsieg liegt bei 270 Wahlmänner-Stimmen.