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"Kleineres Übel" Obama?

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"Kleineres Übel" Obama?

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Der US-Präsidentschaftswahlkampf wird auch in der islamischen Welt mit großem Interesse verfolgt.

Und dies ganz besonders hier, in Teheran, der Hauptstadt des Iran. Der Großteil der Menschen im Iran hält Obama dabei für den “besseren” Kandidaten. So meint ein auf der Straße befragter Mann:“Ich glaube, Romneys Politik ist aggressiver. In gewisser Weise wäre es also zu unserem Vorteil, wenn Obama wiedergewählt würde.”

Ein anderer Mann ergänzt:“Obama oder Romney? Das würde keinen großen Unterschied machen. Romney hat vielleicht radikalere Ansichten und reagiert auch radikaler.”

Eine Einschätzung, die so auch offizielle politische Kommentatoren, wie Amir Mousavi, im Iran teilen:
“Ich denke, Obama hat unter den Iranern mehr Rückhalt als sein Herausforderer. Romney spricht immer wieder vom Konflikt mit dem Iran, betont seine Unterstützung für das zionistische Regime und ignoriert die Rechte des iranischen Volkes.”

Nichtsdestotrotz genießt auch Obama längst nicht mehr das Ansehen, welches ihm die Iraner noch 2008 entgegenbrachten. Die von der Obama-Administration verhängten Sanktionen gegen die iranische Ölexporte lassen den Amtsinhaber der iranischen Presse eher als das “kleinere Übel” erscheinen.