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Griechen gegen Sparpakete und Rezession: "....das ist Zwangsarbeit"

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Griechen gegen Sparpakete und Rezession: "....das ist Zwangsarbeit"

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“Es reicht! Wir können nicht mehr”, skandierten Demonstranten in Athen und anderen griechischen Städten. Mit Sprechchören wie diesen versuchten Tausende, das bereits zugesagte jüngste Sparprogramm aufzuhalten. 13,5 Milliarden Euro soll der Staat in den nächsten zwei Jahren in Griechenland sparen. Am Mittwoch soll das Parlament über das umstrittene Paket abstimmen.
 
Aleka Papariga, Griechische Kommunistische Partei KKE:
 
“Wir brauchen Widerstand gegen die Regierung und das System.”
 
Dimitris Yanoulas, Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft:
 
“Es ist schwer, Arbeit zu finden. Und Arbeit unter menschenwürdigen Bedingungen – unmöglich. 12 Stunden zum halben Lohn – und das dauernd mit dem Damoklesschwert “Rausschmiss” über dem Kopf, das ist keine Arbeit, das ist Zwangsarbeit. Und mit 400 € eine Familie durchbringen – unmöglich. Das schafft ja nicht mal ein Einzelner.”
 
 
Der Durchschnittsrentner in Griechenland muss zur Zeit mit 617, der Durchschnittsarbeitnehmer mit 950 Euro klarkommen.
 
Viele Griechen fühlen sich in ihren Rechten als Arbeitnehmer um Jahrzehnte zurückgeworfen - und legen das Land lahm.
 
Pauline Meyer, französische Touristin am Flughafen in Athen:

“Es gibt keinen Bus, kein Taxi und keine U-Bahn. Wir mussten etwas Anderes finden. Wir persönlich hatten Glück. Aber das kann wirklich schwierig werden.”
 
Auch die Regierung steht vor einem Kraftakt. Die Koalition aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linken bröckelt, vor allem wegen der tiefen Einschnitte im Arbeitsmarkt.

 
Mit dpa, Reuters