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Große Steckmuscheln unter Luxusliner-Wrack entdeckt

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Große Steckmuscheln unter Luxusliner-Wrack entdeckt

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Unter dem Wrack der Costa Concordia in Italien wurde eine Kolonie von Großen Steckmuscheln (Pinna Nobilis) entdeckt. Seit etwa 20 Jahren steht die Rasse in Europa unter Naturschutz. Trophäenjagd und Umweltverschmutzung haben die Anzahl der Muscheln erheblich verringert. Nahe der Insel Giglio in der Toskana findet gerade eine Rettungsaktion für die Großen Steckmuscheln statt. Um die Muscheln durch die Schiffsbergung nicht zu gefährden, wurde die Kolonie umgesetzt.

Die Entdeckung der Muscheln geschah zufällig: Meeresbiologe Andrea Belluscio untersuchte ein Neptungrasfeld, als er plötzlich auf die Muscheln stieß. Die Große Steckmuschel lebt 20 Meter unter dem Meeresspiegel und kann bis zu einem Meter groß werden. Laut Einschätzungen des Meeresbiologen waren einige der Muscheln, die sein Team gefunden hat, zwischen 15 und 20 Jahre alt.

Die Rettungsarbeiten der Costa Concordia, die auf das Riff der Insel Giglio aufgelaufen ist, haben schon vor einigen Monaten begonnen und dauern immer noch an. Die Phase der Absicherung ist aber abgeschlossen. Mit Wasser gefüllten Tauchkästen, die an einer Seite des Schiffskörpers angebracht sind, werden das Wrack zurück in die Senkrechte bringen. Nachdem das Schiff aufgerichtet ist, werden die Tauchkästen an allen Seiten angebracht. Sie werden entleert und und mit Luft befüllt, damit sie auf dem Wasser treiben. So kann das Wrack hochgezogen werden.

Sobald das Schiffswrack geborgen ist, werden die Muscheln wieder an ihren ursprünglichen Ort zurückgebracht. Die Bergungsaktion begann am 15. Mai. Vor Juni 2013 ist mit einem Ende jedoch nicht zu rechnen.