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Spartanische Renten - Griechen streiken gegen Sparpaket

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Spartanische Renten - Griechen streiken gegen Sparpaket

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Es trifft wieder hauptsächlich Rentner und Arbeitnehmer. 13,5 Milliarden Euro sollen die
Griechen bis 2014 einsparen. Mit ausgedehnten Streiks protestieren viele von ihnen gegen Abstriche bei Renten und Gehältern.

Am Montagabend hatte die Regierung nach mehreren Monaten Tauziehen mit den Geldgebern ihr neues Sparprogramm vorgelegt. Am Mittwoch soll das Parlament über das umstrittene Paket abstimmen. Es wird mit vielen Abweichlern gerechnet.

Aus den Reihen der 176 Abgeordneten der Koalition aus Konservativen, Sozialisten und der Demokratischen Linken wird mit nur 154 oder 155 Ja-Stimmen gerechnet. Damit wäre das Sparpaket zwar durch. Es wäre aber dennoch ein Schlag für die Regierung unter Ministerpräsident Antonis Samaras.

Antonis Kaloskamis, streikender Wachmann:

“Was wir mit unseren Aktionen erreichen wollen? , Dass die betreffenden Abgeordneten es nicht wagen, mit “Ja” zu stimmen. Wenn sie es tun – dann sehe ich Ihnen gerade in den Augen und sage mit vollem Bewusstsein: Es wird extreme Formen der sozialen Explosion geben? Explosion.”

So sollen unter anderem Pensionen und Renten zum vierten Mal innerhalb von drei Jahren gekürzt, das Weihnachtsgeld für Rentner und Staatsdiener gestrichen werden. Das bedeute im Schnitt 2000 Euro pro Jahr weniger für Rentner, haben Gewerkschaften ausgerechnet.

Auch die Staatsbediensteten sollen bis 20 Prozent ihres Einkommens verlieren. Der Chef einer Klinik soll beispielsweise künftig 1665 Euro monatlich verdienen.

Mit dpa, AFP, Reuters