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US-Wahl: Alle schauen auf Dixville Notch

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US-Wahl: Alle schauen auf Dixville Notch

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Alle Augen schauen auf Dixville Notch, New Hampshire. In dem kleinen Ort an der Grenze zu Kanada mit zehn Wahlberechtigten hat die Abstimmung nämlich schon um Mitternacht Ortszeit begonnen, – eine alte Tradition aus der Zeit, als hier die wenigen Einwohner noch alle bei der Bahn arbeiteten.

US-Fernsehsender übertrugen live und für den allerersten Wähler Tanner Tillotson (24) war die traditionelle Aufmerksamkeit der Medien doch recht ungewohnt. Er war per Los ausgewählt worden. “Ich bin ganz aufgeregt”, sagt er. “Es ist jetzt schon das zweite Mal, dass ich der erste Wähler der Nation bin. Ich finde diese Tradition in Dixville Notch super. Wir sind ein Mikrokosmos hier. Ich hoffe, wir können andere dazu inspirieren, zur Wahl zu gehen, und ihnen zeigen, dass wählen wichtig ist.”

Eigentlich besteht der kleine Ort aus einer Kreuzung. Doch Hotels und Motels in der Nähe sind jetzt alle ausgebucht, denn die internationale Presse ist hier. E.-J. Powers, Manager der Ski-Lodge, in der die Wahl stattfindet, erklärt: “Wir nehmen die Wahl sehr ernst in New Hampshire, und besonders hier in Dixville Notch. Seit 1960 stimmen die Bürger hier als erste im Land bei den Vorwahlen und bei der Präsidentenwahl ab.”

Zum ersten Mal in der Geschichte der Mini-Gemeinde gab es ein Patt: Fünf Stimmen für Obama, fünf für Romney.