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USA: Wirbel um Frühwahl in Florida

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USA: Wirbel um Frühwahl in Florida

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In Florida haben es nicht alle Frühwähler geschafft, ihre Stimme abzugeben. Floridas Gouverneur Rick Scott hatte die Frühwahltermine eingeschränkt. Und so schlossen die Wahlstationen am Samstag, nur in einer war es möglich, Briefwahlunterlagen abzuholen.

Eine Frau sagt: “Ich wohne in Florida und wähle nun seit 30 Jahren. Der republikanische Gouverneur hat es extrem schwierig gemacht. Das hat mit den Wahlen im Jahr 2000 begonnen, als unsere Stimmen gestohlen wurden, und es wir immer schlimmer.”

Ein Mann meint: “Naja, auf beiden Seiten gibt es schmutzige Politik, soweit ich das sehe. Man wird es leid. Zumindest mir geht es so. Sie sollen einfach sagen, was sie tun wollen und nicht mehr negativ reden.”

Die Demokraten haben Klage eingereicht, damit die vorzeitige Stimmabgabe weiterlaufen kann. Floridas Frühwähler gelten als Demokraten-affin. Um die 40 Prozent von ihnen nutzen die Frühwahlen.

euronews-Korrespondent Paul Hackett: “Die Frühwahlen sind in Florida praktisch vorbei, aber es wurden kreative Wege rund um die staatlichen Beschränkungen gefunden. Allerdings drohen wie schon im Jahr 2000 die Abstimmungsprobleme in diesem entscheidend wichtigen Swing State eine zentrale Rolle bei der Wahl einzunehmen.”

Regen für Romney

James Franey, euronews:
“Euronews-Reporter Paul Hackett begleitete Mitt Romney in den letzten Tagen während des Wahlkampfes. Er ist in Tampa/Florida, in einem weiteren “Swing State”. Paul, wie schätzen die Romney-Anhänger seine Chance ein? Glauben sie wirklich, das er das Ruder herumreißen kann?”

Paul Hackett, euronews-Reporter:
“Naja, die Republikaner, mit denen ich gesprochen habe, glauben tatsächlich daran, das er es mit Florida schaffen könnte, James. Das hängt jetzt alles ein wenig davon ab, wie viele Wähler sie nun wirklich an die Wahlurnen kriegen. Wie man hinter mir sehen kann, stehen hier gerade einige an, um ihre Stimme abzugeben. In Florida ist das aber kein einfacher Prozess. Es ist eine lange Geschichte und für die Leute ist es nicht einfach, sich für die Wahl extra frei zu nehmen. Republikaner wählen bei jedem Wetter,- Demokraten wird nachgesagt, nur bei schönem Wetter zur Wahl zu gehen. Nun, die Wettervorhersage für morgen jedenfalls sagt kein sehr gutes Wetter voraus, das könnte also ein Vorteil für Romney sein. Vielleicht schreckt das die demokratischen Wähler ja tatsächlich und Romney trägt den Sieg davon, wer weiß?

Für die meisten Republikaner, mit denen ich gesprochen habe, hat die erste TV-Debatte das Blatt gewendet. Vorher war es ein farbloser Wahlkampf und viele wussten gar nicht, wer Romney überhaupt ist. Und dann kam da plötzlich dieser Romney, der sich wie ein Staatsmann aufführte und es im TV-Duell mit dem Präsidenten aufnahm. Vielen erschien er sogar kompetenter als der Präsident. Ob das in Florida genügen wird, bleibt abzuwarten, denn hier gibt es viele Latino- Wähler und eine große jüdische Gemeinschaft und die sind eher bekannt dafür, demokratisch zu wählen. Aber wer weiß, wie das enden wird. Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Schwer da irgendwas vorherzusagen.”