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Barack Obama ist zum Präsidenten der USA wiedergewählt worden. Nach einem äußerst spannenden Wahlgang erzielte der Amtsinhaber den Sieg über den Gegenkandidaten der Republikaner Mitt Romney. Obama sagte nach dem Sieg in einer Rede in Chicago vor seinen Anhängern: “Ihr habt mit Eurem Votum dieses Land erneut vorwärts gebracht. Zusammen sind wir gewiss, dass der amerikanischen Nation das Beste noch bevor steht.”

Sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney hatte seine Niederlage im Kampf ums Weiße Haus hingegen nur mit großer Verspätung eingeräumt. Zugleich gratulierte der frühere Gouverneur von Massachusetts in der Nacht Amtsinhaber Barack Obama zur Wiederwahl. Er wünsche Präsident Obama Erfolg, sagte ein gefasster Romney in seinem Wahlkampfhauptquartier in Boston.

Trotz der nur schleppend in Gang kommenden US-Konjunktur und hoher Arbeitslosigkeit gelang es Romney nicht, landesweit eine breite Wechselstimmung zu erzeugen. Selbst die eigene Partei stand nicht geschlossen hinter ihm: Konservative Kreise hielten den Multimillionär zu liberal, andere kritisierten ihn als zu wenig prinzipientreu. Den Ruf des Flip-Floppers, des Wendehalses, der seine Ansichten gern wie das Fähnchen in den Wind hängt, hatte auch das Obama-Lager immer wieder transportiert. Es gelang den Demokraten auch, Romney als “kaltherzigen Superreichen” darzustellen, der für die Sorgen und Nöte der “einfachen Leute” kein Gespür habe.

Für den Mormonen war es bereits der zweite Anlauf fürs Weiße Haus. 2008 bewarb er sich erstmals um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Doch statt seiner zog John McCain ins Rennen gegen Obama – und verlor. Üblicherweise gestehen Verlierer bei US-Wahlen ihre Niederlage rasch ein. 2008 hatte der Verlierer John McCain dies nach etwa einer halben Stunde getan, nachdem die Sender damals Obamas Triumph gemeldet hatten.

Doch auch nach der aktuellen Wahl bleibt vieles, wie es war. So zum Beispiel im Kapitol: Die Republikaner kontrollieren das Repräsentantenhaus.

Die Demokraten haben die Mehrheit im Senat. Die vorläufigen Wahlergebnisse zeigen dem wiedergewählten Präsidenten Barack Obama: Er muss auch in seiner zweiten Amtszeit damit rechnen, dass seine Gesetzesvorhaben blockiert werden.

Der Präsident des Abgeordnetenhauses, John Boehner, konnte seinen Sitz behaupten. Der 62-Jährige hatte nach dem haushohen Sieg der Konservativen bei der Kongresswahl 2010 die Demokratin Nancy Pelosi in diesem Amt abgelöst. Mehrheitsführer im Senat bleibt hingegen der Demokrat Harry Reid.

Die Republikaner hatten bei den Kongresswahlen 2010 von den Demokraten die Mehrheit mit 242 zu 193 Sitzen übernommen und konnten Obamas Politik dadurch mehrfach ausbremsen.

Der US-Präsident ist zwar mit einer Fülle von Kompetenzen und Aufgaben ausgestattet. Allerdings darf selbst der mächtigste Mann der Welt im eigenen Land keine eigenen Gesetze ins Parlament einbringen. Dafür muss er auf seine Parteifreunde zurückgreifen. Auf den wiedergewählten Präsidenten warten gleich enorme finanzielle Probleme. Sollten sich Republikaner und Demokraten nicht bis Jahresende auf einen Sparkompromiss einigen, treten 2013 automatisch Steuererhöhungen sowie Ausgabenkürzungen in Milliardenhöhe (fiscal cliff) in Kraft. Diese Maßnahmen dürften das Wirtschaftswachstum zusätzlich behindern.

Gewählt wurden am Dienstag neben den 435 Mitgliedern des Repräsentantenhauses auch 33 der 100 Senatoren. Dabei eroberten die Demokraten sich den geschichtsträchtigen Senatssitz für den Bundesstaat Massachusetts zurück.

Nach Auszählung von 49 der 50 US-Staaten und von Washington DC ergibt sich (um 7:50 MEZ) folgendes Zwischenergebnis der
US-Präsidentschaftswahl:

Barack Obama: 303 Wahlmännerstimmen
Mitt Romney: 206 Wahlmännerstimmen

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Für den Wahlsieg sind mindestens 270 der 538 Wahlmännerstimmenn erforderlich.

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