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Europas Phantompräsident Obama

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Europas Phantompräsident Obama

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“Yes, we can,“ ruft ein Mann an der U-Bahn-Station Friedrichstraße in Berlin. Was das bedeuten könnte: 
 
Lieber Barack Obama. Das ist eine Videopostkarte aus Berlin. Sie sind eingeladen ins Kanzleramt, das ist eine Viertelstunde von dieser U-Bahnstation zu Fuß. Als Wahlgewinner. Ihre Angela Merkel.
 
 
Denny Lyra aus Berlin würde sich auch freuen:
 
“Ich denke, es ist gut, besser als dieser reiche Mitt Romney. Obama denke ich, ist näher an den Menschen als Mitt Romney.”
 
In Deutschland hätten 87 Prozent Obama gewählt, so eine Umfrage des German Marshall Fund, Washington. In der EU fanden fast drei Viertel seine Außenpolitik gut.  
 
 
Als nächstes Heimspiel empfiehlt Politikprofessor Yannos Mitsos Griechenland:
 
“Obamas Sieg symbolisiert einen Sieg für Europa -. Und für die ganze Welt, wenn 90 Prozent für Obama waren, dann bedeutet das was. Nämlich den Wunsch nach stärkerer Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten. Und die USA sollen sie besser verstehen.”
 
 
Nächster Stop vielleicht Italien? 74 Prozent mögen hier Obamas Außenpolitik.
 
 
Geschäftsmann Mario Alta aus Rom:
 
“Obama stellt das Gegenteil dar von dem, was Präsidentschaftskandidat Mitt Romney sagte. Obama bedeutet Veränderung. Eine Veränderung, langsam, aber sicher. Romney steht für die Rückkehr zu einem Amerika vor 40-50 Jahren, ein Amerika, das gibt es gar nicht mehr.”
 
 
Bleibt Russland, eine härtere Nuss. Nur 27 Prozent Obama-Fans. Aber ausbaufähig. Immer noch doppelt so viele wie Romney-Anhänger.
 
Darya aus Moskau:
 
“Nun, die Leute sagen, ein Präsident Romney hätte Russland stark beeinflusst. Und dass er eine völlig negative Sicht auf Russland hat. Aber alles was ich will, wäre ein bisschen mehr Stabilität, nur ein bisschen.”
 
 
 
Der Dalai Lama übrigens wünscht auch alles Gute. Vor allem gutes Gelingen bei einem Projekt von 2008: Dass die globale Bevölkerung Verantwortung für die Probleme überall auf der Welt übernehmen sollte. Auch dafür sei Obama nun wiedergewählt worden.
 
 
 
 
 
Mit AFP, Reuters