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Herbstauktionen in New York

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Herbstauktionen in New York

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Die New Yorker Herbstauktionen stehen kurz bevor.

Christie’s bietet seltene und hochbegehrte Werke wie Andy Warhols Marlon Brando in Leder auf dem Motorrad – von 1966 – und seine Freiheitsstatue.

Gerhard Richters “Abstraktes Bild” (779-2) gehört zu den 74 zeitgenössischen und Nachkriegs-Objekten, wie auch Roy Lichenstein’s “Nackte mit rotem Hemd”.

Angeboten wird auch “Ohne Titel” von Jean-Michel Basquiat aus dem Jahre 1981. Der jung verstorbene Künstler war damals 20 Jahre alt.
Koji Inoue, Spezialist für zeitgenössische und Nachkriegs-Kunst bei Christie’s:

“Wir sind begeistert, dass wir das größte Angebot von Nachkriegs- und zeitgenössischer Kunst hier bei Christie’s zusammenstellen konnten. Die Vorverkaufsschätzung reicht von 309 bis 441 Millionen Dollar, die höchste Schätzung, die wir je hatten.”

Der Konkurrent Sotheby’s wird Claude Monets Weizenfeld anbieten, wie Christie’s ein Werk von Jean-Michel Basquiats, sowie auch mehrere Picassos: Dessen “Tomatenpflanze” wird auf 10 bis 15 Millionen Dollar geschätzt, sein “Stilleben mit Tulpen” auf 35 bis 50 Millionen.

Der starke Preisanstieg hat manche Besitzer veranlasst, ihre Schätze auf den Markt zu bringen. Und supperreiche Sammler, darunter russische Unternehmer und Institutionen im Emirat Qatar, wollen zugreifen.

Tobias Meyer, Direktor für zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s:

“Die Leute finden anscheinend Trost in großer Kunst, und wenn sie kaufen können, greifen sie zu, auch in unsicheren Zeiten, dann manchmal mit mehr Nachdruck.”

Sotheby’s hat im Mai einen neuen Kunstversteigerungs-Weltrekord aufgestellt: Der Schrei von Edvard Munch wechselte für 120 Millionen Dollar den Besitzer.

Die Auktionen werden vom 8. bis 14. November durchgeführt.