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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Politik ihrer Regierung in der Schuldenkrise verteidigt. Vor dem Europäischen Parlament in Brüssel lehnte sie erneut eine gemeinsame Haftung für Staatsschulden ab. Merkel forderte eine bessere wirtschaftspolitische Koordinierung in Europa. “Eine erneuerte Wirtschafts- und Währungsunion braucht mehr gemeinsame Wirtschaftspolitik. Es fehlte und fehlt eine ausreichend verbindliche wirtschaftspolitische Koordinierung”, sagte Merkel. “So gibt es keine Möglichkeit in der Währungsunion, die notwendige Ausrichtung nationalen Handelns auf die Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit als Grundlage für dauerhaftes Wachstum und Beschäftigung immer wieder einzufordern und notfalls auch durchzusetzen.” Die Chefs mehrerer Fraktionen kritisierten die Politik der Kanzlerin, darunter der Sozialdemokrat Hannes Swoboda und Rebecca Harms von den Grünen. “Frau Merkel nimmt sich mit dieser Planung viel zu lange Zeit. Die Ungleichzeitigkeit der europäischen Politiken wird zum immer größeren Problem”, so Harms. Merkel reiste am Mittwochabend nach London weiter, um mit dem britischen Regierungschef David Cameron zu sprechen.

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