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Mordanklage gegen deutsche Rechtsextremistin Beate Zschäpe

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Mordanklage gegen deutsche Rechtsextremistin Beate Zschäpe

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Ein Jahr nach dem Auffliegen der rechtsextremistischen Terrorzelle “Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) hat die deutsche Bundesanwaltschaft Anklage gegen die Hauptbeschuldigte Beate Zschäpe erhoben. Sie ist die einzige Überlebende des Neonazi-Trios. Ihre mutmaßlichen Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt töteten
sich selbst, um nach einem Banküberfall der Festnahme zu entgehen.

Für Generalbundesanwalt Harald Range war Zschäpe nicht nur Mitglied der terroristischen Vereinigung, sondern als Mittäterin auch für die Morde verantwortlich: “Die Angeschuldigte Zschäpe gab dem NSU den Anschein von Normalität und Legalität. Sie war dafür verantwortlich, an ihren jeweiligen Wohnorten eine unauffällige Fassade zu pflegen”, so Range. Nur so konnte die Funktion der gemeinsamen Wohnung als Rückzugsort und Aktionszentrale der terroristischen Vereinigung gesichert werden.”

Nach dem Tod ihrer Kumpanen im
November 2011 setzte Zschäpe die gemeinsame Wohnung im sächsischen
Zwickau in Brand. Bisher hat die 37-Jährige keine Aussage gemacht.

Das Terrortrio soll neun türkische und griechische Kleinunternehmer ermordet haben. Hinzu kommt ein Mordanschlag auf zwei Polizisten in Heilbronn, bei dem eine Beamtin getötet und ihr Kollege schwer verletzt wurde. Außerdem werden den Rechtsterroristen zwei Bombenanschläge in Köln sowie wie weitere Bomben- und Mordanschläge in mehreren deutschen Städten zugeschrieben.