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Nach Ausschreitungen in Athen: Streik der Transportbetriebe

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Nach Ausschreitungen in Athen: Streik der Transportbetriebe

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Das neue Sparprogramm ist in Griechenland unter Dach und Fach, doch die Griechen haben ihrem Unmut darüber auf der Straße Luft gemacht. Das Land hat zwar mit der Billigung eines weiteren Sparpakets erneut den Staatsbankrott abgewendet – doch schon steht die Regierung in Athen vor ihrer nächsten Hürde. Am Sonntag muss sie ihren Haushalt durchs Parlament bringen.

Ein Rentner auf der Straße in Athen meint: “Die Politiker wollen nur ihre eigenen Schäfchen ins Trockene bringen. Vielleicht sollten sie mal ihre eigenen Gehälter kürzen. Rentner wie mich trifft es am härtesten. Es ist eine Schande.”

Die U-Bahnen, die Stadtbahn und die Taxen standen für weitere 24 Stunden still. Im Zentrum Athens herrschte wie auch in den vergangenen zwei Tagen ein gewaltiges Verkehrschaos.

Das Parlament billigte das jüngste Sparpaket mit einem Volumen von
13,5 Milliarden Euro am späten Mittwochabend mit einem Aderlass der Regierungskoalition. Nur 153 der 176 Regierungsabgeordneten – bei insgesamt 300 Sitzen im Parlament – stimmten dem Sparpaket zu. Sieben Abweichler – sechs Sozialisten und ein Konservativer – wurden aus den Fraktionen ihrer Parteien ausgeschlossen.