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Städtische Landwirtschaft

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Diese Tomatenpflanzen wachsen in Behältern, die von Wasser umgeben sind, in dem kleine Barsche schwimmen. Deren Auscheidungen ernähren die Pflanzen.
Das Berliner Unternehmen Efficient City Farming (ECF) hat diese Container-Farm entwickelt. Sie soll ein Beitrag zu umweltfreundlicherem Stadtleben sein.
Dieses sogenannte aquaponische System ist ein geschlossener Kreislauf, in dem Fische und Pflanzen eine Symbiose bilden: Die Fische produzieren den Dünger für die Pflanzen, und die Pflanzen säubern das Wasser für die Fische.

Nicolas Leschke ist Mitbegründer von ECF. Das System könne CO2-neutral sein, betont er. Das von den Fischen freigesetzte CO2 werde von den Pflanzen aufgenommen.

Ein städtischer Bauer müsste nur noch die Fische füttern. Den Rest besorgt Mutter Natur.
Aquaponische Systeme sind nicht völlig neu; einige Varianten gibt es seit fast zwei Jahrzehnten. Doch erst seit kurzem ist das System effizient genug und leicht zu bedienen. Aber wirtschaftlich lohnt sich der Einsatz noch nicht, sagt Professor Christian Ulrichs von der Humboldt-Universität. Ein gewisser Idealismus der Verbraucher sei vonnöten. Die Kosten würden nur mit zunehmender Produktion sinken.

Die Entwickler sagen, die Zukunft des Systems hänge von der Einstellung der Verbraucher ab: Diese müssten frischen Erzeugnissen aus der Umgebung den Vorzug geben.

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