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Assad will nicht ins Exil

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Assad will nicht ins Exil

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So wird in den Straßen von Damaskus gekämpft.
Während weitere 26 hohe Offiziere des Assad-Regimes in die Türkei geflohen sind, haben die Aufständischen das Viertel um die Moschee der Märtyrer in der syrischen Hauptstadt erreicht.
Nach 20 Monaten Dauerkonflikt ist der Bürgerkrieg härter als je zuvor entbrannt.
Nachdem sich der britische Premier David Cameron dafür ausgesprochen hatte, Präsident Assad eine sichere Ausreise ins Exil zu ermöglichen, antwortete der per Fernsehinterview mit dem
englischsprachigen Moskauer Fernsehsender Russia Today : “ Ich habe keine Probleme mit meinem Volk.
Die USA sind gegen mich, der Westen ist gegen mich und viele andere arabische Länder sind gegen mich. Wenn die Syrer auch noch gegen mich sind, wie kann ich dann noch sein? Ich bin Syrer keine Marionette des Westens. Ich muss in Syrien leben und sterben.”
Zugleich warnte der Präsident Assad in diesem Interview vor einem Domino-Effekt im Falle einer ausländischen Militärintervention. Assad wörtlich: “Der Preis wäre zu hoch, als dass die Welt sich das leisten könnte.”
Gekämpft wird inzwischen auch mit international geächteten Waffen wie Clusterbomben. Bomben bauen ist für Jugendliche in den umkämpften Gebieten zur täglichen Beschäftigung geworden.
Bilder, die zeigen, wie Gegner willkürlich getötet werden, gibt es von beiden Seiten. Ein privates Video zeigt Rebellen, die in einer der umkämpften Städte einen Mann auf der Straße erschießen und dann den nächsten gefesselten Gefangenen aus einem Haus auf die Straße zerren.