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Mozartklavier zum Klingen gebracht

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Mozartklavier zum Klingen gebracht

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In den letzten zehn Jahren seines Lebens spielte Wolfgang Amadeus Mozart beinahe täglich auf diesem Hammerklavier. Der russische Pianist Alexander Melnikow hatte die Ehre, damit in Mozarts Wiener Wohnhaus ein Konzert vor kleinem Publikum zu geben.

Mozart hatte das Klavier vom damals führenden Instrumentenbauer Anton Walter gekauft, als er nach Wien zog. Es begleitete ihn bis zu seinem Tod 1791.

Ulrich Leisinger von der Stiftung Mozarteum:

“Mozart verwendet sein Klavier nicht nur zum Üben, sondern auch als Konzertinstrument. Als Leopold Mozart seinen Sohn im Jahr 1785 besuchte, staunte er nicht schlecht, dass er 14 Konzerte in nur drei Wochen gab. Das Instrument wurde praktisch jeden zweiten Tag durch die Stadt zu dem jeweiligen Veranstaltungsort gekarrt und am Abend wieder nach Hause gebracht. Damals wurde das Instrument wirklich beansprucht.”

Es inspirierte Mozart zu mehr als 50 Kompositionen. Und es beeindruckte die Konzertbesucher des 18. Jahrhunderts in Wien. Nach seinem Tod blieb das Hammerklavier in der Familie. Es stand zeitweise sogar in Mailand, wo Mozarts Sohn lebte. Trotz einer Restaurierung vor etwa 20 Jahren erfordert es auch heute die Hand eines Meisters, um es richtig klingen zu lassen.

Pianist Alexander Melnikow:

“Man kann wirklich sagen, dass es ein unglaubliches Klavier ist. Es klingt in so besonderer Weise, ich glaube, es kann einen zu Tränen rühren.”

Das Hammerklavier wurde nach dem Konzert wieder nach Salzburg zurückgebracht, wo es im Mozartmuseum Teil der Dauerausstellung ist.