Eilmeldung

Eilmeldung

Wirtschaft und Geopolitik: China und USA stellen die Weichen

Sie lesen gerade:

Wirtschaft und Geopolitik: China und USA stellen die Weichen

Schriftgrösse Aa Aa

Zwei Supermächte, deren Zukunft für die kommenden Jahre derzeit festgelegt wird:
US-Präsident Barack Obama ist am Dienstag wiedergewählt worden.

Im Reich der Mitte wird der chinesische Vizepräsident Xi Jinping der neue chinesische Präsident. Streit zwischen den beiden Supermächten ist vorprogrammiert.

Die USA wollen das erste wirtschaftliche Schwergewicht der Welt bleiben. China, die am schnellsten wachsende Wirtschaft, will auch über den asiatischen Raum hinaus zu Einfluss kommen.
Klagen gegen China vor der Welthandelsorganisation häufen sich.
Amerikanische Parlamentarier fordern Sanktionen gegen Peking wegen der künstlich niedrig gehaltenen chinesischen Währung. Doch das Weiße Haus ist dagegen. Peking ist längst zum wichtigsten Geldgeber Washingtons geworden.

Xi Jinping erklärte im Mai, “die amerikanisch-chinesische Zusammenarbeit muss sich weiterentwickeln, egal unter welchen neuen Vorzeichen.”

US-Präsident Obama rühmte sich jedoch im Wahlkampf: “Ich habe eine Handels-Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die Pfuschereien im internationalen Handel verfolgt. Deshalb haben wir bereits mehr Vergehen Chinas aufgedeckt, das internationale Regeln bricht, als die vorangehende Regierung in zwei Amtszeiten. Wir haben fast jede Klage gewonnen, über die bisher geurteilt wurde.”

Auch militärisch brodelt es: Für den Fall, dass der Konflikt um die Inselgruppe im ostchinesischen Meer eskaliert, auf die Japan und China Anspruch erheben, machen die USA klar: Sie stehen auf der Seite Japans. Tokio ist ein enger Verbündeter Washingtons seit dem Zweiten Weltkrieg. In weiteren asiatischen Staaten wie Südkorea, Taiwan und den Philippinen haben die USA Militärbasen. Bleibt zu hoffen, dass trotz vieler Differenzen am Ende der Handschlag steht.