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Aus für Auslandssender

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Funkstille bei Sender Radio Liberty in Russland. Er muss von nun an seinen beliebten Mittelwelle-Dienst einstellen. Das kremlkritische Radio galt zu Sowjetzeiten als demokratische Stimme gegen den Kommunismus, finanziert durch die USA. Es soll von nun an hautpsächlich über das Internet senden.

Hintergrund ist ein russisches Gesetz, das alle Sender verbietet, die überwiegend in ausländischer Hand sind.

Der frühere Chef von Radio Liberty und Moderator eines ukrainischen Politik-Magazins Savik Shuster sagte, es gebe Menschen, die sehnten sich nach den alten Zeiten zurück. Viele von ihnen seien Hörer von Radio Liberty. Sie seien an Hürden beim Radiohören wie Störgeräusche gewöhnt.
Ziel sei es, die Menschen zu informieren. Es gebe keinen freien Zugang zu Informationen, alles werde vom Kreml kontrolliert. Deshalb bräuchten die Menschen eine andere Informationsquelle. Das sei die Rolle von Radio Liberty, erklärte Shuster.

Der Protest gegen das Ende von Radio Liberty ist groß in Russland. Menschenrechtsaktivisten werfen der US-Regierung vor, der russischen Regierung klein beizugeben. Zuvor hatten jedoch auch die BBC und Voice of America ihre russischen Redaktionen geschlossen.