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Portugals Militär sagt Sparmaßnahmen den Kampf an

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Portugals Militär sagt Sparmaßnahmen den Kampf an

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In den Straßen Lissabons haben etwa zehntausend portugiesische Soldaten gegen neue Sparmaßnahmen protestiert. Diese sehen für 2013 höhere Steuern und mehr Selbstbeteiligung bei Medikamenten vor.
Angehörige des Miliärs sehen sich besonders hart getroffen. Sie kritisieren steigende Abgaben und das angehobene Einstiegsalter für die Reserve. Die Proteste erfolgen kurz vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag in Lissabon.

So erklärte der Unteroffizier José Leitao: “Der nächste Haushalt will uns mehr Kosten für die medizinische Versorgung aufdrücken, obwohl alles schlechter geworden ist. Wir zahlen für weniger Leistung mehr drauf.”

Der pensionierte Soldat Armenio Tedoro ergänzte, “nicht nur ich, alle Soldaten haben das Recht auf eine angemessene Rente, da das Geld von unserem Gehalt abgezweigt wurde. Aber wo sind unsere Einzahlungen der ganzen letzten Jahre geblieben?”

Erst am Dienstag hatten die Polizisten gegen Einschnitte im öffentlichen Sektor protestiert. Für kommenden Mittwoch planen die großen Gewerkschaften einen Generalstreik.