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Unklares Waffengeschäft zwischen Moskau und Teheran

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Unklares Waffengeschäft zwischen Moskau und Teheran

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Irak hat ein großes Waffengeschäft mit Russland offenbar gekündigt. Das sagt jedenfalls Ali Mussawi, ein Sprecher des Regierungschefs. Er beruft sich auf einen Korruptionsverdacht, führt das aber nicht näher aus.

Iraks Verteidigungsminister Saadun Dulaimi dagegen bestreitet das alles: Es gebe keine Korruption, sagt er, und die Verträge seien nach wie vor gültig.

Von russischer Seite gibt es keine offizielle Reaktion. Der Journalist und Verteidigungsexperte
Pawel Felgenhauer sagt nur, ob – wie manche vermuten – die Amerikaner etwas damit zu tun hätten, könne man unmöglich sagen. Es sei schon wahrscheinlicher, dass es um Bestechungszahlungen
gehe; da seien sehr hohe Summen im Spiel.

Bei der Lieferung geht es vor allem um Hubschrauber und Fliegerabwehrraketen. Der Vertrag ist gut drei Milliarden Euro wert: Damit geht es um eins der größten Waffengeschäfte, die Russland seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion
abgeschlossen hat.