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Athen spart und wartet auf Hilfen aus Brüssel

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Athen spart und wartet auf Hilfen aus Brüssel

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Nach einer langen Debatte hat das Parlament in Athen den Haushaltsplan für das kommende Jahr abgesegnet.

Jetzt ist Brüssel am Zug, die Finanzminister der Euroländer prüfen heute, ob die Sparmaßnahmen ausreichen. Mit einer Entscheidung wird allerdings nicht gerechnet, da der Bericht der Troika-Kontrolleure noch nicht vorliegt.

Nach fünf Jahren Rezession und steigender Arbeitslosigkeit sind viele Griechen verzweifelt. Ein Beamter klagt: “Diese Maßnahmen werden die Mehrheit der Griechen in die Armut führen. Die Reformen sind nur im Interesse der Arbeitgeber, sie können weiterhin ihren Profit steigern.” Viele machen die EU verantwortlich: “Unsere Politiker haben alles verhunzt. Das sind weitere Kürzungen. Sie kürzen, wo sie nur können. Sie machen das, weil sie es müssen. Sie befolgen Befehle aus dem Ausland,” so ein Arbeiter.

Griechenland will im kommenden Jahr rund neun Milliarden Euro bei Löhnen und Renten einsparen, das entspricht in etwa der Summe, die das Land allein an Zinsen für laufende Kredite bezahlen muss.

Experten zufolge kommt Griechenland nur mit einem weiteren Schuldenschnitt aus diesem Teufelskreis heraus. Dafür müssten mehrere Euro-Länder auf die Rückzahlung eines Teils ihrer Hilfen verzichten.