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ECOWAS schickt Soldaten nach Mali

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ECOWAS schickt Soldaten nach Mali

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Die Westafrikanische Staatengruppe ECOWAS hat beschlossen, 3.300 Soldaten in den Krisenstaat Mali zu entsenden. Ihr Auftrag: Die Entmachtung der Islamisten, die derzeit den Norden des Landes kontrollieren.

Der Präsident der Elfenbeinküste und derzeitige ECOWAS-Vorsitzende Alassane Ouattara teilte mit, das Mandat solle über ein Jahr laufen. “Wir warten auf das grüne Licht vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Wir rechnen damit Ende November oder spätestens Anfang Dezember. Die Truppen werden wenige Tage später im Einsatz sein,” so Ouattara.

Die Aufständischen haben im Norden Malis den Staat Azawad ausgerufen, international wird er jedoch nicht anerkannt. Die Nachbarländer befürchten, die Region könne zu einem Rückzugsgebiet für islamische Terroristen werden. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle und sein französischer Kollege Laurent Fabius warnten vor großen Risiken.

Die Islamisten wollen im Norden Malis einen Gottesstaat errichten. Es gibt immer wieder Berichte über Menschenrechtsverletzungen und an die 200.000 Menschen sind auf der Flucht.