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Im Rahmen mehrerer Korruptionsprozesse gegen brasilianische Politiker ist Jose Dirceu, Ex-Kabinettschef des früheren Präsidenten Lula, zu zehn Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er Kongressmitglieder bestochen hat. Ausserdem muss Dirceu umgerechnet 260.000 Euro Strafe zahlen und seinen Pass abgeben. Die Haftstrafe kann zum Abschluss des Gesamtprozesses noch nach oben oder unten verändert werden.

In dem seit Monaten laufenden Mammut-Prozess wurden 25 Angeklagte in einzelnen oder mehreren Punkten für schuldig befunden, darunter auch der Ex-Chef der Arbeiterpartei (PT), Jose Genoino. Er wurde am Montag zu sechs Jahren und elf Monaten Haft verurteilt.

Lula selbst gehört in dem Verfahren, das von Medien als “Jahrhundertprozess” bezeichnet wird, nicht zu den Beschuldigten.

Der heute 66-Jährige Dirceu war einer der führenden Strategen hinter Lulas Wahlsieg 2002 und als Kabinettschef von 2003 bis 2005 dessen starker Mann. Er kämpfte gegen die Militärdiktatur (1964-1985), wurde 1968 festgenommen und kam ein Jahr später im Austausch gegen den von linken Guerilleros entführten US-Botschafter Charles Burke Elbrick frei. Dirceu floh nach Kuba, unterzog sich einer Gesichtschirurgie und kehrte heimlich nach Brasilien zurück. Eine Beteiligung an dem Schmiergeld-Skandal stritt er stets ab.

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