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Hitlers Geburtshaus: Nicht noch ein Mahnmal

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Hitlers Geburtshaus: Nicht noch ein Mahnmal

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Der Streit um das Geburtshaus Adolf Hitlers im österreichischen Braunau am Inn geht weiter. Das Gebäude steht leer. Bis vor einem Jahr war es noch als Behindertenwerkstätte genutzt worden.

Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher (ÖVP) hatte mit seiner Aussage Zorn erregt, sein Ort brauche nicht noch ein Mahnmal, das Haus solle ein ganz normales Mietshaus werden. “Wir sind stigmatisiert”, sagte Waidbacher. Auch wenn Hitler in Braunau nur die ersten drei Jahre seines Lebens verbracht hat, werde der Ort seither nur mit ihm in Verbindung gebracht. Dabei habe Braunau viel mehr zu bieten. Aber Touristen wollten immer nur das Geburtshaus Hitlers sehen. “Wir sind als Stadt Braunau nicht bereit, die Verantwortung dafür zu übernehmen, dass der Zweite Weltkrieg ausgebrochen ist”, sagte der Bürgermeister. Den Bericht, dass ein Russe das Gebäude kaufen und niederreißen lassen wollte, wollte der Bürgermeister nicht kommentieren.

Momentan ist Hitlers Geburtshaus zwar in Privatbesitz, doch der österreichische Staat mietet es. Es soll vermieden werden, dass es zu einer Pilgerstätte für Neonazis wird. Letztendlich wird das Innenministerium in Wien entscheiden.