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Ausgiebige Regenfälle haben weite Teile Nord- und Mittelitaliens unter Wasser gesetzt und schwere Schäden angerichtet. In der toskanischen Provinz Massa Carrara mussten hunderte Familien aus überschwemmten Häusern in Sicherheit gebracht werden, Straßen wurden verschüttet, Brücken weggerissen.

In Carrara forderte die Stadtverwaltung die Bewohner auf, in die höheren Stockwerke zu flüchten. In der Maremma toscana wurde der Zugverkehr eingestellt.

Auch in den Provinzen Perugia, Grosseto, Ravenna, Bologna, Verona und Belluno mussten viele Häuser evakuiert werden; Erdrutsche blockierten in Südtirol die Bahnstrecke durch das Pustertal und die Brenner-Staatsstraße.

Die größte Regenmenge wurde in San Lorenzo bei Treviso gemessen – mit 172 Zentimeter. In Venedig steht das Wasser rund 1.50 Meter hoch, der 140 Jahre alte Hochwasser-Rekord wackelt.

Betroffene aus Orvieto:

“Zum Glück haben wir ganz oben eine Terrasse. Dahin haben wir uns gerettet, im Erdgeschoss wären wir ertrunken.”

“Es funktioniert ja gar nichts mehr. Kein Strom, das Telefon tot, den Mobiltelefonen geht der Saft aus. Jetzt ziehen wir in ein Haus, das ein bisschen höher gelegen ist.”

Der italienische Zivilschutz hat seit Anfang September schon 22-mal Unwetter- und Flutalarm ausgelöst. Klimatologen geben der Erderwärmung Schuld. Massimiliano Fazzini: “Das Klima wird tropischer. Außergewöhnliche Regenmengen sind angesichts des überwärmten Mittelmeers schon fast alltäglich”.

Umweltminister Corrado Clini forderte von der EU deshalb eine Lockerung des Stabilitätspakts: Jetzt müssten Infrastrukturprojekte notfinanziert werden.

Mit ANSA, Reuters

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