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Streit über Neustart von Atomkraftanlagen in Japan

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Streit über Neustart von Atomkraftanlagen in Japan

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Vor einer abgestellten Atomkraftanlage im Osten Japans errichten Arbeiter eine Anti-Tsunami-Wand. Der Betreiber Tepco hat umgerechnet fast 700 Millionen Euro für zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen ausgegeben.

Ob das AKW Kashiwazaki Kariwa allerdings wieder ans Netz gehen wird, ist unklar. Kritiker sagen, die Anlage befinde sich auf einer Bruchlinie.

Ein Tepco-Manager erklärte: “Einen Tsunami aufzuhalten ist wichtig, aber unser Plan berücksichtigt auch ein Szenario bei dem die Größe des Tsunamis unsere Wand übertrifft und als Folge Strom und Kühlsysteme ausfallen würden. Das war bei der Katastrophe in Fukushima der Fall.”

In Tokio haben am vergangenen Wochenende tausende Japaner gegen den Neustart der Reaktoren des AKWs Ohi protestiert.

Viele Experten klagen, die Behörden hätten nichts aus der Katastrophe von Fukushima gelernt. Die Spalte, auf der das AKW Ohi gebaut wurde, sei immer noch aktiv und potentiell gefährlich.