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Wenn ein Geheimdienstchef schwach wird…
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Er ist das Musterbild eines amerikanischen Helden.
Führungsstärke gepaart mit den richtigen Befehlen in entscheidenden Momenten haben ihn zum Helden der Nation gemacht. Und nun stolpert Vier-Sterne-General David Petraeus über seine Schwäche fürs schwache Geschlecht. Es geht um Paula Broadwell, Absolventin der prestigeträchtigen Militärakademie West Point. Sie soll mit dem verheirateten General ein Verhältnis gehabt haben.
Inzwischen hat der Inlandsgeheimdienst FBI das Haus der verheirateten Mutter von 2 Kindern durchsucht. Als sie 2011 an einer Biografie über den zum CIA-Chef berufenen Petraeus arbeitete, soll aus der Arbeitsbeziehung auch eine sexuelle geworden sein. Bekannt gemacht wurde die Affäre, als Petraeus sie schon beendet hatte. Da soll die Ex-Geliebte böse E-Mails an eine andere Frau geschickt haben, jene Jill Kelly, die sie wohl verdächtigte, sie beim General ausgestochen zu haben. Kelley war samt Familie mit der Familie Petraeus befreundet gewesen, als der General 2008 bis 2010 in Tampa/Florida stationiert war. Kelly hatte sich ans FBI gewandt, weil sie sich von Broadwells Mails bedroht fühlte. Klassischer “Zickenkrieg”, könnte man meinen.
Würde da nicht die inzwischen “Ex-Geliebte” ihren “Ex” auch noch mit brisanten Aussagen zu seiner Geheimdienstarbeit in Verlegenheit bringen.
Im Internet ist ein Video auftgetaucht von einer Rede, in der sie behauptet, der Anschlag auf das US-Konsulat in Bengasi am 11. September 2012, bei dem der Botschafter der USA getötet wurde, sei ein Versuch libyscher Rebellen gewesen, von der CIA auf dem Gelände festgehaltene Libyer zu befreien. Womit der von Petraeus geführten CIA gleich mehrere Vergehen vorgeworfen werden.
Nun taucht auch die Frage auf, warum das alles erst am Tag nach der Präsidentschaftswahl bekannt wurde. Obamas Gegner argwöhnen natürlich, da habe jemand die Wiederwahl des Präsidenten retten wollen. Offen bleibt bisher die Frage, ob durch die ehebrecherischen Amouren des Geheimdienstchefs in irgend einer Weise irgendwann die nationale Sicherheit gefährdet worden sei.

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