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Börsennotierte Unternehmen sollen ihre Posten in den Aufsichtsräten zu 40 Prozent mit Frauen besetzen. Mit der sogenannten Gläsernen Decke, mit den begrenzten Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen soll nach dem Willen der EU-Kommissarin für Justiz Viviane Reding Schluss sein. Der neue Vorschlag ist jedoch kein Muss sondern ein politisches Ziel. Wie die Kommissarin erläutert, sollen Frauen aufgrund ihrer Kompetenzen und ihrer Professionalität in Leitungsfunktionen aufrücken. Reding schwächte ihren ursprünglichen Entwurf ab, in dem die Quote bindend war und sogar Bußgelder drohten. Dem Gesetzentwurf müssen das Europaparlament und die Regierungen der Europäischen Union zustimmen, damit er in Kraft treten kann. Reding ist stolz auf diesen zweiten Versuch, doch im Europaparlament gibt es auch Kritik. Der Entwurf hätte ehrgeiziger sein können, er geht nicht weit genug”, meint eine Sozialistin Edite Estrela aus Portugal. “Doch es ist ein Schritt vorwärts, in Richtung eines ausgeglichenen Anteils der Geschlechter in der Führung börsennotierter Unternehmen. Dass kleine und mittlere Unternehmen davon ausgenommen sind, ist richtig.” In Deutschland beispielsweise sind nur etwas mehr als 15 Prozent der Aufsichtsräte weiblich. Von der Regierung in Berlin heißt es jedoch, die Frage der Frauenquote müsse auf nationaler Ebene und nicht EU-weit gereglt werden.

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