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Chinas neuer starker Mann
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Die Bilder vom neuen Chef sind bereits in Arbeit.
Schließlich werden sie bald in allen öffentlichen Gebäuden hängen. Für die nächsten zehn Jahre – so ist es derzeit bei der chinesischen Führung Brauch – wird Xi Jingping Partei und Staat führen.
Dann wird der heute 59jährige so alt sein, wie der Genosse, den er beerbt. Vor 5 Jahren begann Vorgänger Hu Jintao den Nachfolger aufzubauen.
Keine Greisenherrschaft mehr! Das haben die chinesischen Kommunisten aus den Fehlern der sowjetischen Genossen gelernt. Der “Neue” ist der Sohn eines Kampfgefährten von Mao, also das, was man heute in China einen “Prinzling nennt”. Der Amerikaner Sidney Rittenberg, einst Dolmetscher von Mao, beurteilte Xi Jingping rundum positiv,
weil er schon den Vater kannte und schätzte als den aus seiner Sicht am ehesten demokratisch denkenden Mann aus der alten Führungsgarde um Mao. Wohl eben deshalb fiel der Vater und mit ihm die ganze Familie in der sogenannten “Kulturrevolution” der 60er Jahre in Ungnade. Der Vater kam ins Gefängnis,
der Sohn für 7 Jahre in ein “Umerziehungslager”.
Die chinesische kommunistische Partei wird nun von einem Mann geführt, der erst nach 9 vergeblichen Anträgen hatte Parteimitglied werden dürfen.
Das war 1974. Auch sein Vater wurde schließlich rehabilitiert und durfte wieder mittun am “Aufbau des Sozialismus”. Der Sohn durchlief eine Führungsausbildung von der Basis her. Zuerst Lokal- dann Provinzchef. Dann Verantwortung in wirtschaftlich und politisch wichtigen Regionen.
So hatte er Anteil an Chinas zweitem “großen Sprung”, wie es einer seiner Mitarbeiter aus jenen Aufbaujahren bestätigt. Er nennt Xi “unkorrumpierbar”, was heute in China die große Ausnahme bei Führungskadern sein dürfte.
Nur so könne der neue Mann bei den nötigen Wirtschaftsreformen die Hindernisse meistern, die ihn in Gestalt verschiedenster Interessen erwarten.
Neu ist auch, dass man den Neuen in der Welt schon kennt. Als Vizepräsident wurde er im Weißen Haus empfangen und hielt 2009 in Mexiko diese bemerkenswerte Rede:
“Da sind diese gelangweilten satten Ausländer, die nichts Besseres zu tun haben, als mit Fingern auf unser Land zu zeigen. Erstens: China exportiert keine Revolution. Zweitens: China exportiert weder Hunger noch Armut. rittens: China verursacht weder Streit noch Kopfschmerzen. Was wollen Sie also noch?”
Seine Ehefrau, erster Gesangsstar des Landes, war lange bekannter als ihn Mann. Die Tochter der beiden studiert unter Pseudonym in den USA.
Laut US-Agentur Bloomberg besitzt die Familie Beteiligungen von mehereren Millionen Dollar.

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