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"Automapper": schnelle Hilfe bei Katastrophen

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"Automapper": schnelle Hilfe bei Katastrophen

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Schnelle Hilfe in Katastrophengebieten kann Leben retten. Aber oft werden Feuerwehr oder Notfallhelfer durch Trümmer oder andere Hindernisse aufgehalten.
  
Jetzt haben Wissenschaftler ein Gerät namens “Automapper” entwickelt, das von einem Katastrophenhelfer bei der Erkundung umgeschnallt wird und mit dem er den Kollegen eine dreidimensionale Karte und ein genaues Bild von den Ausmaßen des Unglücks übermitteln kann.
 
Seth Teller, Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT):
 
“Der Sensor und die Algorithmen, die wir entwickelt haben, erstellen automatisch eine Karte. Der Mann vor Ort kann diese Karte mit mündlichen oder schriftlichen Kommentaren ergänzen und sie kann umgehend über eine Funkverbindung gemeinsam mit den Kollegen benutzt werden, bereits während der Erkundung des Unglücksortes.”
 
Die Vorgängermodelle waren nicht in der Lage, sich der menschlichen Bewegung anzupassen. Aber Rettungskräfte müssen sich schnell und flexibel bewegen können. Beim neuen Prototyp gleichen Sensoren ruckartige Bewegungen aus und dank der Hilfe von Kreiselinstrumenten, sogenannten Gyroskopen, können Entfernungen genauer gemessen werden. Eine Kamera schießt alle paar Meter Bilder.
 
Leighton Jones, Regional Director, Emergency Services, Red Cross:
 
“Wir müssen wissen, wo Schäden entstanden sind und wo Hilfe gebraucht wird. Wir schicken Teams in die betroffenen Gebiete, beim Roten Kreuz ist das die Abteilung Katastrophenschutz, sie beurteilen das Ausmaß der Schäden und sehen, wo Häuser überflutet sind. Die Möglichkeit, Echtzeit-Videos, Bilder und Informationen vom Unglück zu bekommen, hilft uns bei der Einschätzung, was wir brauchen, um den betroffenen Menschen zu helfen.”
  
Notfallhelfer sind davon überzeugt, dass diese Geräte eine große Hilfe beim Einsatz gegen den Hurrikan Irene gewesen wären, der im August 2011 weite Teile der USA verwüstet hatte.